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LAUFEN: Erfüllte Wünsche im Advent

Rote Mützen auf Rundkurs und wieder ein Beitrag, um die Schulden abzutragen

 

KÖNIGS WUSTERHAUSEN - Die Wogen haben sich längst geglättet, die Stimmungslage der Mitglieder wirkt wieder freundlicher, „und zur Versammlung im April kann dann hoffentlich schon mitgeteilt werden, dass wir alle Schulden los sind“, gibt sich Klaus-Dieter Dahm, der 1. Vorsitzende der WSG 81 Königs Wusterhausen, aus gutem Grunde zuversichtlich.

Auf gut 20 000 Euro Verbindlichkeiten war der Verein als Veranstalter sitzen geblieben, weil das in der Region so beliebte Stadionfest der Leichtathleten 2010 und 2011 rote Zahlen schrieb. Inzwischen sind 90 Prozent der Summe getilgt, und es bestehen keine Zweifel, in absehbarerZeit auch den Rest zu begleichen.

Um ihrer WSG 81 aus der finanziellen Schieflage zu helfen, die schlimmstenfalls zur Insolvenz hätte führen können, bewiesen die Mitglieder viel Einfallsreichtum. Der Adventslauf, den die Laufgruppe veranstaltete, brachte nach erster Schätzung noch mal 300 Euro in die Kasse. Erwachsene zahlten 5 Euro Startgeld und entrichteten für den Nachwuchs einen Beitrag ganz nach eigenem Dafürhalten.

Bevor die Schuhe für den guten Zweck geschnürt werden konnten, galt es für die Laufgruppe allerdings erst noch, ihr bekanntes Organisationstalent erneut unter Beweis zu stellen. Die Tartanbahn im Stadion der Freunschaft, auf der die Adventsläufer, ihre Runde drehen wollten, war völlig vereist war und musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

So wurde die Strecke kurzerhand in die freie Natur verlegt. Dass es zur geplanten Startzeit zu schneien begann, konnte den wetterfesten Laufenthusiasten nichts anhaben. In zwei Gruppen, jeweils angeführt von einem Weihnachtsmann, ging es in den Zeesener Tiergarten zur Streuobst-Wiese. Auf den bekannten Waldwegen liefen die mit Nikolaus-Zipfelmützen ausgestatteten Teilnehmer mehrere Runden, rechts oder links herum, wobei sich die beiden Gruppen bei jeder Runde begegneten und die Gelegenheit nutzten, sich aufmunternd abklatschten. Nach 6,3 km traten sie dann gemeinsam den Rückweg ins Stadion an, wo die Läufer ihre Urkunden und kleine Überraschungen erhielten.

Kerzen und Weihnachtslieder sorgten für Adventsstimmung. Zum Aufwärmen gab es Kinderpunsch, Glühwein, Tee und Kaffe. Auch das Imbissangebot mit Plätzchen, Kuchen, Obst und Schmalzstullen fand viel Zuspruch.

Zwar hätten sich die WSG-Sportler eine größere Beteiligung, auch aus den eigenen Reihen, gewünscht, kamen ihrem Ziel, die Schulden restlos abzubauen, aber ein weiteres Stückchen näher. Dafür bedankten sie sich bei allen Spendern und Läufern, ganz besonders auch bei den Kindern der Grundschule Töpchin, die wieder stark vertreten waren. (eb)