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Matthias berichtet von seinem 2017er Rennsteiglauf

 

Wieder der 2. Platz beim Supermarathon beim 45. Rennsteiglauf

Nach einem guten Laufjahr 2016 ging es nahtlos im Dezember in die Vorbereitung zum 45. Rennsteiglauf. Wie immer habe ich erst Anfang Mai das Quartier diesmal in Wutha - Farnroda also nur 7 km vom Start entfernt klargemacht.

Am Freitag haben wir uns Gotha und Erfurt angesehen. Erfurt hat mich mit dem Domplatz und der Krämerbrücke sehr beeindruckt.

Pünktlich 5 Uhr stand das Taxi vor der Tür und holte 3 Läufer aus unserem Hotel ab.

Um 2 Uhr hatte der Regen aufgehört. Es sollte zwar kalt aber trocken sein.

In der Startaufstellung treffe ich den Sportfreund Günter Knefel ein alter Freund vom Naturerlebnislauf. Später sehen wir uns bei der Siegerehrung.

Pünktlich 6 Uhr ist Start bei besten Bedingungen und 10 °C. Da es oben kälter werden soll habe ich mein langes Shirt angelegt. Jetzt geht es erst mal langsam bergauf. Nach ca. 600 m begrüße ich Roland Winkler. Er startet bereits in der M 70. Nach 7 km wieder die angenehmen flachen Passagen auf dem Orginalrennsteig an der hohen Sonne. Ich bin gut im Rennen und fühle mich frisch. Die ersten beiden 10 km unter 54 min. Hagen fragt mich warum ich nur den Rennsteiglauf als Ultra absolviere. Dafür gibt es einen Grund. Nach dem ersten Versuch 1981 auf der langen Strecke, zu der mich damals Eckehard Broy überredet hatte, konnte ich 1982 optimal trainieren und lief den Lauf meines Lebens. Es wurde kein Anstieg gegangen und ich bin wie im Rausch auf den 21. Platz gelaufen. Am Ende ging es damals noch durch das jetzige Biosphärenreservat Vessertal.

Der Inselsberg ist seit 2002 nicht mehr mein Lieblingsberg. Liegt wohl am Alter. Danach geht es aber wieder bergab und auf flachen Passagen mit schnellen km – Zeiten. Aber noch ist es zu früh zum Jubeln. Das schwerste Stück ist zwischen 40 und 60 km. An der Ebertswiese begegne ich zum ersten Mal Sonja von Opel. Sie liegt auf dem 4 Platz bei den Frauen. Wie ich später aus dem Internet erfahre ist sie wirklich aus dem Stammbaum der Opeldynastie. Sie ist Trainerin für Läufer und andere Bewegungsformen aus Pullach und 41 Jahre jung.

Nach dem Sperrhügel zieht Sie wieder an mir vorbei, ich kann Ihr Tempo nicht halten. Mit mir laufen auffällig viele Läufer aus Ostwestpfahlen. Kurz vor Oberhof überhole ich Sonja wieder und kündige sie als nunmehr 3. Frau beim Sprechen an. Der hat aber Probleme mit dem Internet und kann so die ankommenden Läufer nicht persönlich ansprechen. Sonja hat Ihre Nummer auch unsichtbar auf der Rückseite. Nach dem Grenzadler enteilt sie mir wieder und ich denke schon für immer. (an mein gutes Finish habe ich da noch nicht gedacht)

Ich laufe wieder mit einem Läufer aus dem Ruhr -, Lippegebiet in Richtung Beerberg.

Hier ist stets mein kritischer Punkt. Ab dem Beerberg ist plötzlich Alles wie weggeflogen und es läuft wieder. Durch meine guten Streckenkenntnisse steigt die Moral wieder und plötzlich geht wieder alles. Auf einer flachen Strecke nach der Schmücke plötzlich wieder Sonja mit Begleitung vor mir. Nach kurzer erneuter Begrüßung stürme ich bergab dem nahenden Ziel entgegen. Am kurzen Anstieg vor dem Bierfleck überholen mich beide wieder. Nach dem Bierfleck laufe ich mit 2 – 3 Läufern unter dem Beifall der Wanderer dem Ziel entgegen. Endlich entdecke ich auch die 70, die ich so oft nicht gesehen habe.

Durch meine GPS – Uhr wird allerding jeder km gnadenlos erfasst und ich bekomme einen exakten Überblick und den Vergleich zu den Läufen ab 2007.

Der Zieleinlauf wie immer ein großes Spektakel. Annika und Nicole Pötsch jubeln mir zu.

Ich warte auf Sonja und ihre Begleitung. Wir beglückwünschen und drücken uns. Der Jubel und die Freude sind unbeschreiblich.

Ich bin mit 6:40:39 h fast 6 min schneller als 2016 und habe eine gute M 60 – Zeit hingelegt.

Jetzt heißt es warten auf den Platz. Es ist wie 2016 der 2. Platz. Meinen alten Kontrahenten Sportfreund Jancker aus Meißen habe ich aber dieses Mal distanzieren können. Er hat die M 65 von dem sehr guten Günter Knefel gewonnen. Der erste in meiner AK ist das erste Mal beim Rennsteiglauf gestartet und lag ca. 8 min vor mir. Bei der Siegerehrung auch wieder Martina Butzek diesmal 3. Und Roland Winkler 2. In der M 70.

Die Auswertung zeigt, dass ich bis auf die 3. x 10 km auf allen anderen Strecken schneller als 2016 war. Damit konnte ich nach 2014 meine Zeit zum 2. Mal wieder verbessern. Von wegen – im Alter wird man langsamer.

Nach 4 Wochen Rückschau, muss ich wieder einmal sagen, dass der Supermarathon beim Rennsteiglauf sowohl von der Strecke als auch vom Teilnehmerfeld und der ganzen Organisation mein Lieblingslauf bleiben wird. Die Atmosphäre ist wirklich einmalig. Mich freut besonders, dass man niemals alleine läuft und sich immer gegenseitig aufbaut und vorantreibt.

Vielleicht mache ich doch noch bis 2020 weiter. Dann kann ich auf 40 Jahre und 35 Teilnahmen zurückblicken.

mit etwas Abstand:

19.06.2017   Matthias Köpke