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Seensteig – Etappenlauf:

151 km – ca. 4.700 Höhenmeter (von Sybille Krause)

Hagen beweist immer wieder viel Geschick beim Finden von schönen Läufen, oft Premieren. So kam es, dass Hagen, Karin und ich uns am Jahresanfang zum 1. Seensteig-Etappenlauf anmeldeten.

Doch irgendwie hatte ich diesen Lauf dann ein klein wenig verdrängt. Er sollte ja kein Wettkampf sein, sondern „nur“ ein Erlebnislauf, bei dem die schöne Gegend, mitten im Nordschwarzwald, und der Spaß im Vordergrund stehen sollten. Aber kurz vorher ging mir dann doch auf, dass Ultra Ultra bleibt und 3 Etappen a´ 50 km mit 1220 – 1960 Höhenmetern sicher kein Zuckerschlecken werden. Schon gar nicht bei Temperaturen über 30°C.

Gemeinsam mit etwa 40 weiteren Erlebnisläufern aus Deutschland, Österreich, aus den Niederlanden und der Schweiz trafen wir uns am Donnerstagabend zum 1. Briefing im katholischen Gemeindezentrum in Baiersbronn. Hier war unser Hauptquartier, Start und Ziel. Hier konnte man auch übernachten. Hier gab es Frühstück und ein leckeres Abendessen, eine stets gut gefüllte Eistruhe und ein Kühlschrank randvoll mit Joghurt. Ein liebevoller All-inclusiv-Service von der Familie des Veranstalters Thomas Dornburg.

Die Laufstrecken orientierten sich größtenteils an einer der schönsten Wanderstrecken Deutschlands, dem Seensteig. Der Laufgrund zeigt eindrucksvoll die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit vom nördlichen Schwarzwald. Karseen, Wasserfälle, Grindenhochflächen, Wege an rauschenden Bächen entlang, bergige Waldwege und viele naturbelassene Wurzelpfade. Alles gut markiert. Dass sich trotzdem wohl fast jeder ein- oder mehrmals verlaufen hat, lag wohl eher am Schwatzen oder an der eigenen Unaufmerksamkeit.

1. Etappe: 50 km und 1220 Höhenmeter

Die erste Etappe hat noch nicht viel mit dem eigentlichen Seensteig-Wanderweg zu tun. Daher musste sich der Veranstalter Thomas eine schöne Strecke für uns Naturbesessene einfallen lassen. Kaum gestartet geht es schon gleich 4 km bergan. Über breite Wanderwege oder auch mal kreuz und quer durch den Wald geht es über Grüntal nach Freudenstadt. Bekannt ist Freudenstadt vor allem durch den größten bebauten Marktplatz Deutschlands mit drei herrlichen Zierbrunnen. An einen führt unsere Laufstrecke vorbei und ich kühle mir die Arme darin. Das tut gut bei der Hitze. Dann geht es hinauf zum Friedrichsturm auf den Kienberg und nach einer kleinen Schleife dann wieder hinunter. Nach einem langen Anstieg auf breiten Wanderwegen geht es die letzten Kilometer dann weitestgehend bergab, am Sankenbachsee vorbei über einen holprigen Wurzelweg, vorbei am Wildgehege und dem Sankenbach. Ein toller Einstieg für das Laufwochenende.

2. Etappe: 50 km und 1960 Höhenmeter

OmG – das war hart heute, aber auch wunderschön. Vorbei am rauschenden Bächle, über breite Waldwege oder anspruchsvolle Singeltrails, zum Teil durch kniehohes Gras oder Gestrüpp geht es hoch auf die Hornisgrinde, vorbei am Dreifürstenstein, dem höchsten Punkt Württembergs mit 1153 m. Von hier geht es auf einem Geröllweg hinunter zum Mummelsee. Unzählige Touristen und Wanderer genießen hier den Sommer bei einem Eis oder Kaffee und Kuchen. Sie schauen uns „Freaks“ teils mitleidig, teils bewundernd hinterher als wir vorbeilaufen. Hier treffe ich auf Grace, die sich auch einen Kaffee to go gegönnt hat und mir etwas davon abgibt. Gemeinsam und schwatzend schleichen wir dann die nächsten Kilometer in der prallen Sonne bergauf. Auf naturbelassenen Wanderwegen geht es in Serpentinen zum Parkplatz am Skilift Ruhestein, unserem heutigen Etappenziel. Von hier werden wir heute mit dem Auto nach Baiersbronn zurückgefahren.

3. Etappe: 51 km und 1535 Höhenmeter

Morgens um vier werden wir am dritten Tag von Wetterleuchten und herankommendem Gewitter geweckt. Beim Frühstück kommt eine tüchtige Regenhusche herunter und ein gewaltiger Knall lässt uns alle zusammenzucken. Aber Punkt 6 Uhr ist der Spuk vorbei und wir können starten. Gleich in der Stadt verlaufen wir uns ein erstes Mal, aber das sollte es für heute gewesen sein. Zunächst folgen wir dem Bachverlauf des Sankenbach aufwärts in Richtung Sankenbachsee. Kurz nach dem See beginnt ein beinahe alpiner Aufstieg in der steilen Karwand, am Sankenbach Wasserfall entlang. Auf dem Kniebis Heimatpfad gelangt man zum grandiosen Ellbachseeblick. Jetzt geht es über einige sehr urige, zum Teil sehr rutschige Wurzel- oder Steinpfade wieder bergab und bergauf. Mehrmals überqueren wir die Schwarzwaldhochstraße, gelangen zum Lothar-Pfad, ein Muss für alle Besucher, und steigen zum Schliffkopf auf. Eindrucksvoll ist hier zu sehen, mit welch unvorstellbarer Wucht der Sturm Lothar an Weihnachten 1999 über den Schwarzwald gefegt sein muss. Der kleine Rundweg klettert über die abgeknickten Bäume und kriecht durch das wieder aufkommende Unterholz. Einmal noch über einen schwierigen Singletrail, auf dem einige Bäume querliegen. Sie sind so dick, dass es Mühe bereitet, darüber zu klettern. Aber dann geht es fast nur noch auf breiteren Wegen beinahe sacht bergauf bergab. Die letzten Kilometer lassen sich dann auch sehr schön am Bach entlanglaufen, aber inzwischen scheint die Sonne wieder unbarmherzig auf uns herab, Schatten gibt es wenig und so ziehen sich die Kilometer dann doch ganz schön in die Länge. Eigentlich laufe ich ja am liebsten alleine, weil man sich dann mit Geschwindigkeit und Laufrhythmus an keinen anpassen muss, aber jetzt bin ich froh, dass Andrea sich mir anschließt. So laufen sich diese letzten Kilometer dann doch leichter. Endlich ist das Ziel da und Freude und Stolz über unsere vollbrachte Leistung lassen alle Mühsal vergessen.

    

 

Auch Karin und Hagen kommen gut ins Ziel. Für Karin war dieser Lauf eine Premiere. Zwei Ultraläufe an einem Wochenende und dann noch solche anspruchsvolle! Aber sie hat es super gemeistert und kann zu Recht sehr stolz auf diese Leistung sei.

Der Abend klingt mit Siegerehrung, Grillen und einem leckeren Gläschen Wein aus. Wie immer bei solchen kleinen familiären Ultraläufen einige Bekannte getroffen, sowie viele neue, nette und interessante Menschen kennengelernt, bei denen ich mich schon auf ein Wiedersehen freue. Es waren drei unvergesslich schöne Tage, die mit schwierigen Laufstrecken gespickt waren. Die Organisation war super und wir können den Seensteiglauf nur empfehlen. So macht Laufen Spaß.

 

IZOKUTHOBA – It will humble you                                                   Comrades Marathon 2016

von Sybille Krause

Es ist der 29.Mai 2016, nachts um 3 Uhr in Südafrika. Ich sitze im Bus, der mich nach Pietermaritzburg zum Start eines gewaltigen Laufspektakels bringt. Und ich denke zurück, wie alles begann.

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Rennsteiglauf 2016

Matthias Köpke, langjähriges Mitglied der Abt. Laufen der WSG  und seit einem Jahr Vorsitzender des Gesamtvereins WSG '81 Königs Wusterhausen berichtet über seinen x.(?) Rennsteiglauf, den diesjährigen Ultramarathon über 73 km:

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